Für mich ist Roan der absolute Traumbeagle und mein bester Freund. 

Auf der einen Seite ist er ziemlich gemütlich: Er schläft gerne sehr lange und würde nie auf die Idee kommen uns Sonntag früh zu wecken und er hat auch nichts gegen einen gelegentlichen Couch-Potato-Tag. Er ist im Alltag sehr selbstbewusst, nervenstark und stressresistent und kann dadurch fast überall mit hingenommen werden. 

Andererseits arbeitet er als Jagdhund natürlich sehr gerne und ist dabei äußerst vielseitig und ehrgeizig. Er liebte als junger Hund Agility, war dabei sehr temperamentvoll und einer der schnelleren Beagle. Auch jetzt, als Opi bewegt er sich weiterhin sehr sehr gern.

Neben dem Agility liebte er natürlich schon immer sämtliche Arbeiten mit der Nase und zeigt eine sehr ausdauernde Suchleistung. Aufgrund seiner Tendenz selbständig zu arbeiten, blüht er beim operanten Konditionieren mit Hilfe des Clickers total auf. Hilfestellungen sind bei ihm häufig überflüssig und würden ihm die Aufgabe zu leicht machen – er findet seinen eigenen Weg, um ans Ziel zu kommen und es ist mir jedes Mal eine riesige Freude ihm dabei zuzusehen.

Im Hundesport bestätigt wird er ausschließlich mit Futter. Spielis bei der Arbeit sind für ihn nur ein Weg um durch das Apportieren selbiger zu einem Leckerli zu kommen. 😉 Vor einigen Jahren entdeckten wir das Rally Obedience für uns und dort zeigt er tolle Leistungen. 2017 wechselten wir von Klasse 3 in die Senioren und werden dort noch sicher eine ganze Weile unseren Spaß haben.

 

Eine jagdliche Passion ist wie fast allen Beagles vorhanden. Vor vielen Jahren gab er Spurlaut, als er ein Reh verfolgte, kam aber umgehend wieder. Schon mehrmals konnte er bei aufgeschreckten Kaninchen abgerufen werden. Mittlerweile ist das aufgrund seiner Taubheit nicht mehr möglich. Also zieht er eine Schleppleine hinter sich her und wenn er mir auf Spaziergängen Duftspuren anzeigt, nehm ich einfach das Ende der Schleppleine in die Hand.  Zum Glück hält er sich auch noch im höheren Alter an die Regel im Wald nicht die Wege zu verlassen, so dass wir auch dort noch viel Spaß haben können.

Im Umgang mit anderen Hunden ist er sehr souverän und ich habe ihn in meiner einstigen Tätigkeit als Hundetrainerin mehrmals als Co-Trainer einsetzen können. Empfindet er Situationen als zu unangenehm, signalisiert er mir dieses mit einem Blick, so dass ich ihn raus holen kann. Lediglich beim Thema Futter hört die Freundschaft auf. Beagle eben… Auch das typische Futter-Klauen kann er so gut wie kein zweiter. 😉

Roan ist im Grunde wie ich: Ehrgeizig, kuschelbedürftig, verfressen, manchmal etwas zu ernst und sehr wald-verliebt. Kein Wunder also, dass er mein bester Freund ist, für den ich durchs Feuer gehen würde.