54 Tage sind seit meines letzten Eintrags vergangen, aber es kommt mir wie ein halbes Jahr vor. Viel ist seither passiert und vor allem Wichtiges.

Mitte April durfte ich wieder den Rally Obedience Jugendtrainingstag Berlin/Brandenburg leiten. Sechs Kind-Hund-Teams nahmen teil und zusammen strotzten wir dem Regenwetter. Alle Kinder zeigten eine tolle Leistung und ich war sehr beeindruckt davon, wie schnell sie meine Tipps umsetzen konnten. Minah wollte mich begleiten, also wartete sie immer brav am Rand auf die Pausen, in denen sie auch mal zeigen durfte, was sie kann. Es hat mir viel Spaß gemacht und am Ende durfte ich mich wieder über schöne Blumen von Tina und lauter vegane Leckereien von Thomas freuen. Ihr verwöhnt mich! 😉

Ostern konnte ich endlich mal wieder richtig abschalten. Ich genoss die freien Tage mit den Hunden sehr. Wir fuhren in die Uckermark. Wir picknickten. Wir trafen uns mit Freunden. Und ich erlegte mir ein Arbeitsverbot auf, was ich aber nicht zu hundert Prozent einhalten konnte. Leider ging es Uli gesundheitlich nicht gut, so dass wir viel zu wenig zu viert machen konnten. Dennoch waren die Tage einfach wunderbar, denn ich konnte endlich mal wieder einzig und allein für meine liebsten Vierbeiner da sein.

Drei Wochen nach Ostern ging ich einen sehr wichtigen Schritt. Ich veranstaltete mein allererstes Tierkommunikations-Seminar. In den vergangenen Jahren kamen immer mal wieder Anfragen und eine befreundete Reiki-Meisterin und eine Schamanin machten sich allmählich ein wenig lustig über mich, weil ich ständig Gründe dafür suchte, warum ich noch nicht so weit bin. Das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen. 😀 Die Umstände waren extrem gut und sehr schnell waren Teilnehmerinnen gefunden. Ich schrieb meine Seminarunterlagen in Rekordgeschwindigkeit zusammen und dann setzten wir uns über 1,5 Tage gemeinsam mit der Tierkommunikation auseinander. Ich leitete an und gab einige Tipps und beantwortete gefühlt endlos viele Fragen. Minah wollte dabei sein und mir helfen, was sie auch tat. Roan mischte aus der Ferne mit und war bei einigen Gesprächen plötzlich zur Stelle um zu unterstützen. Es kullerten einige Male Tränen und es war eine unheimlich tolle, friedvolle Atmosphäre im Raum. Jeder einzelne konnte Erfolge verzeichnen und ging ziemlich bewegt aus diesem Wochenende raus. Ich auch. Denn es ist ein umwerfendes Gefühl, wenn man anderen ermöglicht, zum ersten Mal wirklich bewusst mit einem Tier auf diese Weise zu kommunizieren und wenn man beobachtet, was es mit dem Menschen macht. So viel Liebe ist da im Spiel. Das ist wirklich wunderbar.

Am Montag darauf waren Minah und ich glücklich, aber total k.o. Und Roan war stolz auf uns beide. 🙂

Wenn ausreichend Teilnehmer zusammenkommen, würde ich am 06.07./07.07. ein weiteres Seminar südwestlich von Cottbus in einem angenehm ruhigen Dorf anbieten.

Ebenfalls etwas Wichtiges passierte am letzten Wochenende. Ich konnte neben Carola Böldt meine dritte Rally Obedience-Anwartschaft laufen. Drei Anwartschaften bei drei verschiedenen Richterinnen sind schon wirklich spannend. Man lernt immer wieder etwas Neues, fühlt sich zwischendurch aber auch manchmal ganz schön doll „unfertig“. Morgens um 4 stand ich auf, versorgte die Hunde, versuchte wach zu werden und fuhr dann durch dichte Nebelfelder nach Guben. Mich begrüßte ein toller Hundeplatz und sehr nette Hundesportler. Das Wetter meinte es nicht sehr gut mit mir (Ich bin ja eher der „Yeahhh, es stürmt und regnet“-Typ) und so verbrutzelte mir Stunde um Stunde meine Haut mehr. Dennoch machte das Richten an sich wieder Spaß und ich hoffe, dass den ein oder anderen Carolas Ansprache am Ende des Turniers ein wenig zum Nachdenken brachte. 🙂 Einige Hunde litten unter der Hitze und so manch ein verantwortungsvoller Hundehalter registrierte dies und brach seinen Lauf vorzeitig ab. Richtig gut! Denn unsere vierbeinigen Freunde sollten immer an erster Stelle stehen. Meine Parcours waren diesmal definitiv schwieriger, als bei den beiden ersten Anwartschaften, aber wurden sehr souverän von den Teilnehmern gemeistert. Es war ein schöner, wenn auch viiiiiel zu heißer Tag und meine Parcourshelfer-Männer-Crew brachte mich das ein oder andere mal ungewollt zum Lachen. Die ganze Zeit kümmerte man sich um Carola und mich und ich fühlte mich total gut dort aufgehoben. Momentan gehe ich davon aus, dass ich die Anwartschaft bestanden habe – schwarz auf weiß hab ich es aber noch nicht. 😀 Dann steht noch die vierte Anwartschaft am 18.08. bei den Sportpfoten an und zwei Wochen später findet schon die finale Prüfung in Geringswalde statt. Uihuihuih… 

So manch einer hat mich gefragt, wie es denn Roan momentan geht. Das finde ich wirklich sehr lieb. 🙂 Anfang des Jahres bahnte sich ja eine kleine Katastrophe an und er lag ein paar Tage am Tropf. Es sah richtig böse aus und ich hatte wirklich Angst um ihn. Ich mache es kurz: Er ist nicht kerngesund – aber mit 14,5 Jahren muss er das ja auch nicht sein. Es geht ihm jetzt gerade ausgesprochen gut. Er geht viel spazieren, will auch immernoch sehr gern trainieren, nervt Herrchen mit forschen Bettel-Attacken und flirtet viel mit Minah. Dank der Tierkommunikation weiß ich, was ich ihm zumuten kann und wann er lieber zu Hause bei Herrchen auf der Couch bleibt. Jeden Morgen wache ich auf und gebe ihm als allererstes einen Kuss auf seine dicke Knubbel-Nase und sage ihm, wie lieb ich ihn hab. Er rollt sich dann jedes Mal auf den Rücken und will auch noch einen Kuss auf den Bauch bekommen, was selbstverständlich auch passiert. Als Nächstes kuschelt sich dann Minah an uns und will mitmachen. Ich frag mich dann manchmal wie öde Nichthundehalter den Tag beginnen. 😉 Zugegeben – es gibt auch mal Tage, da hat er Schmerzen, ist wenig aktiv und sorgt dafür, dass ich nachts wegen extremer Hitze wach werde, weil er so viel Reiki zieht. Aber das ist vielleicht ein Tag in zwei Wochen und damit kommen wir beide gut zurecht. Also… der Bollerkopp liebt auch weiterhin sein Leben und bollert frohen Mutes umher. 🙂

Und nun am Ende des heutigen Beitrages, folgt eine kleine Geschichte. 😉

Es war einmal eine Frau mit ihren beiden Hunden. Der ältere Hund war ein Weiser, der jedem, der es mochte, zur Seite stand und Dinge wusste, die sonst kaum einer weiß. Die jüngere Hündin war eine magische Fee, die es schon so manches Mal vollbrachte, Wünsche zu erfüllen.

Die drei genossen die Frühlingssonne und fuhren an einen ihrer Lieblingsorte. Sie waren schon häufiger dort und konnten dennoch nicht genug von dieser Gegend bekommen. Sie wanderten durch ihren geliebten Buchenwald und kühlten sich die Füße und Pfoten in den Seen, die ihren Weg kreuzten. Sie saugten die erwachende Natur mit all ihren Gerüchen und Farben auf und genossen jede einzelne Minute dort. Gegen Ende ihrer Wanderung wollte sich der ältere der Hunde noch einmal im See frisch machen. Also tat er dies und die Frau setzte sich mit ihrer Hündin an den Rand des Sees. Während beide ihrem Freund zuschauten, unterhielten sie sich. „Ist es nicht wunderschön hier?“ sagte die eine. „Ja“, antwortete die andere.“ „Wäre es nicht unglaublich fantastisch, genau hier zu leben?“ „Es wäre perfekt.“ Beide seufzten und nachdem der Weise wieder aus dem Wasser trat, machten sie sich auf den weiten Weg nach Hause.

Einige Tage später, fasste die Frau eine Entscheidung. Die Zeit war reif und sie wollte mit ihren Liebsten einen neuen Lebensabschnitt beginnen. Es war noch nicht alles perfekt dafür, aber sie konnten einfach nicht mehr länger warten. So schrieb die Frau über 20 Bewerbungen für eine neue Arbeitsstelle in ihrer Wunschheimat. Sie erhielt einige Antworten. Der ersten Antwort folgte sie sofort und besuchte die Arbeitsstelle. Nach intensiven Gesprächen stand auf beiden Seiten fest: Das ist es. Das hier passt von vorne bis hinten perfekt. Beide Seiten konnten es kaum glauben. Genau so jemand, wie die Frau, hatte die Arbeitsstelle gesucht und auch die Frau würde all das bekommen, was sie sich von ihrer Arbeit dort wünscht. Keine der anderen Arbeitsstellen konnte dieser ersten das Wasser reichen. Also sagte sie zum nächsten Jahr zu, wenn nichts dazwischen kommt. Und das kleine Wunder dieser Geschichte? Von diesen über 20 angeschriebenen möglichen Arbeitsstellen, ist es genau diese, die am nächsten zum See gelegen ist. 🙂