Eigentlich schreibe ich sehr wenig von meinen Erfahrungen mit der Tierkommunikation, da es meist sehr persönliche Momente sind und weil ich das Gefühl nicht mag, dass ich vor einigen Menschen meine Erlebnisse auf ihren Wahrheitsgehalt hin verteidigen soll.

Aber heute möchte ich eine Ausnahme machen.

Bis vor wenigen Jahren lebten noch zwei Katzen mit uns. Kater Hasso verstarb leider nach kurzer heftiger Krankeit und das traf mich sehr. Er hatte in unserer Familie die Funktion eines Heilers übernommen und ließ mich mit dieser Aufgabe, die mir damals noch zu groß schien, zurück. Er war ein wunderbarer Kater, der alles und jeden – vor allem Hunde – sofort in sein Herz schloss. Katze Pauline vertraute ihm vollkommen und ließ nur ihn an sich ran. Wir Menschen durften nur sehr selten mit ihr kuscheln.

Als er starb, sprach ich mit ihm – fragte ihn, was ihm wichtig sei. Für seine letzten Minuten und für das Danach. Er musste eingeschläfert werden und es war hart, aber unsere Gespräche halfen mir. Und die Gespräche nach seinem Tod.

Tierkommunikation ist schon lange ein völlig normaler Bestandteil eines jeden Tages in meinem Leben. Aber was ich jetzt erlebt habe, war neu. Und schön, wenn auch in aller Traurigkeit.

Unsere Katze Pauline wurde vor einigen Wochen sehr plötzlich sehr krank. Sie nahm stark ab und erblindete. Beim Tierarzt konnte man ihr medikamentös sehr schnell helfen. Sie wurde wieder agiler und konnte wieder sehen. Aber sie nahm trotz guter Blutwerte weiterhin ab. Wenn ich ihr Reiki gab, dann spürte ich, wie jede Woche weniger Energie floss.

Wenige Tage, nachdem sie erblindete wachte ich abends auf und ging in die Küche um etwas zu trinken. Die Balkontür stand offen und ich erschrak mich heftig, weil es im Mondlicht so aussah, als würde neben dem Stuhl auf dem Balkon, auf dem Pauline lag, auch Hasso liegen. Ich suchte nervös den Lichtschalter, spürte Hasso ganz deutlich, sah ihn aber nicht mehr als das Licht an war. Pauline bat mich zu gehen und die beiden nicht mehr zu stören. Ich musste weinen, weil ich meinen geliebten Hasso so deutlich erleben durfte und ging wieder ins Bett.

Die letzten drei Tage ging es Pauline abermals schlechter. Letzte Nacht wurde ich wieder wach. Mir war heiß und kalt zugleich und als ich langsam wacher wurde, spürte ich, wie Hasso auf mir lag und schnurrte. Ich wagte es nicht mich zu rühren und fragte ihn, ob er wirklich hier wäre. Er schenkte mir ein Gefühl von Liebe und beantwortete so meine Frage. Er meinte, dass er sich nun kümmern würde und ich ihn machen lassen soll.

Heute Vormittag dann verstarb unsere 16jährige Pauline nach einem großen tiefen Seufzer in einem Karton – ihrem Lieblingsschlafplatz. Er hat sie abgeholt.

Und auch wenn sie mir jetzt in diesem Moment sehr fehlt und ich weinen muss, freue ich mich, dass ihr bester Freund bei ihr sein konnte, als sie ihren Körper verließ. 

Bei den Sterbebegleitungen, die ich bisher machen konnte, hatte ich etwas so Liebliches im Tragischen noch nicht erlebt. Und ich bin dankbar dafür, trotz des Schmerzes.

Macht es gut, meine Freunde. Jetzt fehlt ihr mir beide.