Der Januar ist schon wieder fast um und es ist verrückt, wie richtig mein Orakel in den Rauhnächten für diesen Monat lag. Das ist schon ein wenig gruselig. Aber auch spannend.

Leider hatten wir auch weiterhin keinen richtigen Winter in Berlin, dabei würde ich mich so doll über richtigen Schnee freuen. Die paar Flöckchen, die den Erdboden erreichen, bleiben nicht lange liegen. Arbeitstechnisch ist gerade viel zu tun, weil in der Schule einige kleine Katastrophen ausgebrochen sind und die ersten Notenzeugnisse für meine Kids zu schreiben sind. Aber alles im machbaren Rahmen.

Roan und Minah geht es super. Roan schläft momentan sehr gerne lange – wie jeden Winter. Und Minah ist froh, wenn wir von einem Spaziergang wieder zu Hause eintreffen, vor allem, wenn es gerade regnet. Nass und kalt ist nicht so ihrs. Aber ein paar Dummys apportieren wollen dann beide doch gern.

Vorletztes Wochenende besuchte ich ein Seminar bei Iljana Planke. Iljana macht so „merkwürdige“ Dinge wie ich – Tierkommunikation und Reiki – allerdings professionell hauptberuflich und richtig richtig gut. Ihren Namen hörte ich schon vor Jahren das erste Mal, aber diese ganze Welt der nicht-westlichen Heilung beunruhigt mich manchmal, so dass ich mich erst Ende letzten Jahres traute, sie anzuschreiben. Das Problem mit mir und dieser spirituellen Welt ist, dass sie für mich so unendlich groß scheint und ich nicht weiß, was da noch kommt. Das ist zwar spannend, aber manchmal auch einfach seltsam. Wenn man selbständig seine ersten schamanischen Reisen macht (was ehrlich gesagt nicht sonderlich klug ist) und so unglaubliche Dinge erlebt wie ich, kann das sehr verwirrend sein. Und nach jedem Wunder kommt noch eines und noch eines. Zudem ist es oft sehr schwer diese beiden Welten, in denen ich lebe, miteinander zu verbinden. Ich fühle mich in beiden Welten wohl – je älter ich werde, desto mehr zieht es mich aber in die Welt des Spirituellen. Alles fing irgendwie harmlos an mit einem Seminar über Tierkommunikation, welches so viel in meinem Leben veränderte. Ich professionalisierte diese – kommunizierte erst auf der körperlichen Ebene, dann auf der geistigen und letztlich mit verstorbenen Tieren. Dann geschah eine Weile nichts und Nadja stieß mich auf Reiki. Das klang spannend und passte irgendwie gerade in mein Leben, also machte ich den ersten Grad und war begeistert davon, was ich plötzlich alles spüren konnte und wie sehr ich helfen konnte, so dass ich ein Jahr später den zweiten Grad machte. Mittlerweile sind diese beiden Bereiche feste Bestandteile meines Lebens und kommen fast täglich zum Tragen. Ich schreite sehr langsam auf diesem Weg heran und mache immer wieder große Pausen, aber letztlich ist es nicht wichtig, ob man einen Weg schnell oder langsam geht, sondern nur, dass man nicht stehen bleibt.   

Im Seminar bei Iljana ging es um Reiki bei Tieren. Wir hatten drei Versuchshunde und gaben weiteren Tieren Fern-Reiki. Wir waren nur zwei Teilnehmerinnen und später gesellte sich noch die Schamanin, Tierkommunikatorin und Reiki-Meisterin Peggy Drost dazu, was ich großartig fand, obwohl ich vor dem Bereich des Schamanismus eine riesige Ehrfurcht habe und mich diesem erst wieder in einigen Jahren ausgiebiger widmen wollte. Es war unglaublich toll mit diesen zwei Frauen den ganzen Tag lang auf einer Wellenlänge zu schweben, das Gleiche zu fühlen, zu sehen, zu hören, zu schlussfolgern. Ich bemerkte erst an diesem Tag, welch einen Unterschied es macht, diese Welt alleine zu betreten oder sie zu teilen. Immer wieder zweifel ich an der Effektivität dessen, was ich da tue. Sicher ist das auch der Hautpgrund dafür, dass ich es nicht vermarkte. Ich gebe zwar häufig Reiki, aber immer nur im kleinen Kreis und selten mit einer entsprechenden materiellen Würdigung. Werbung für mich hab ich noch nie gemacht. Ich zweifel viel an meinem Können – nicht nur in diesen Bereichen. Selbst wenn meine „Klienten“ begeistert sind – irgendwie bleibt da immer ein Restzweifel. Wenn man etwas ganz alleine, nur für sich tut und niemand mit viel Erfahrung in diesem Bereich drauf schaut, woher soll man auch wissen, wie gut oder nicht gut man es tut?

Umso besser fühlt es sich dann an, wenn zwei Vollprofis dir sagen, dass du sofort deine eigene Praxis aufmachen könntest und Seminare anbieten sollst. Das tat unheimlich gut und nach einigen Stunden glaubte ich ihnen auch, dass sie es ernst meinten. 😉

Eine Praxis werde ich nicht eröffnen, aber ich werde mich jetzt besser fühlen beim Reiki und der Tierkommunikation – einfach sicherer. Und das ist schon unheimlich viel Wert. Ob daraus eines Tages mal etwas Größeres wird, weiß ich nicht und muss ich auch noch nicht wissen. Momentan liegt der Hauptfokus in meinem Leben einfach auf etwas anderem.

Das Seminar hat mich sehr glücklich gemacht und gibt mir ganz viel innere Ruhe. Dafür bin ich Iljana und Peggy sehr dankbar.