Einige wissen schon, dass ich Weihnachten als solches nicht wirklich feiere. Seit einigen Jahren „zelebriere“ ich allerdings die Rauhnächte und ich wurde schon häufiger gefragt, was das denn ist und was das soll. 🙂

Da ich dieses Jahr erstmalig mit jemandem zusammen die Rauhnächte einleite und dieser Jemand gerne wissen wollte, wie ich die Rauhnächte verbringe, habe ich meine Abläufe, unterstützt von verschiedenen Quellen, so kurz wie möglich zusammengefasst. Wer sich noch nie mit diesen Dingen beschäftigt hat, tut sich vielleicht an der ein oder anderen Stelle etwas schwer, den genauen Ablauf zu verstehen oder die Unterschiede zwischen den einzelnen Themen zu erkennen. Ihr dürft gerne fragen. 🙂 

Das ist aber nur die Art, wie ich die Rauhnächte verbringe. Jedes Jahr kommt etwas Neues hinzu und es ist wirk lich extrem kurz gefasst. Darüber hinaus gibt es noch einige andere Möglichkeiten und selbst die Datierungen werden nicht immer so ausgelegt, wie ich es mache. Am Ende entsteht eine Art kleines Büchlein mit all meinen Gedanken, Hoffnungen und Ahnungen für das kommende Jahr.

Also wer mich in den letzten Jahren mal nach den Rauhnächten gefragt hat: Viel Spaß beim Lesen! Für alle anderen: Der nächste sinnhafte Beitrag folgt bald. 😉

Einleitung

Die Raunächte haben ihren Ursprung bei den alten Germanen, die das Mond- und das Sonnenjahr kannten. Hierbei rechneten sie in Mondzyklen von ca. 29,5 Tagen. Doch weil das Sonnenjahr 365 Tage hat, entsteht eine Differenz von 11 Tagen und 12 Nächten.

Für die Zeit der Zwölften haben sich viele Vorstellungen und Bräuche entwickelt. Tore zu anderen Dimensionen stehen offen und einigen Menschen erscheinen Geister. Es ist empfehlenswert, diese Tage in einer erhöhten Bewusstheit zu verbringen. Alles, was in diesen zwölf Tagen geschieht, legt den Samen für das anstehende Jahr.

Um keine Gefahren, die in diesen Tagen vermehrt drohen, anzulocken, sollte man sich still und unauffällig verhalten und keine größeren Arbeiten verrichten. In diesen Schweigenächten nutzen viele Menschen die Kräfte des Zwischenreiches und orakeln oder deuten ihre Träume. So kann man mit Hilfe der Lostage eine Art Kalender für das kommende Jahr erstellen. Hierbei steht jeder Lostag für einen Monat. 

In den Rauhnächten setzt man sich aber auch mit dem vergangenen Jahr auseinander und zieht seine Bilanz, bevor man sich im Anschluss neu orientiert.

21. Dezember – Wintersonnenwende oder Thomasnacht: Vorbereitende Reinigung

Mit der Wintersonnenwende stehen wir am Beginn eines neuen Jahreszyklus.

  • offene Angelegenheiten klären
  • Rechnungen und Schulden bezahlen
  • Ausgeliehenes zurückgeben
  • Aufräumen + putzen (Unordnung zieht schlechte Energien an + verursacht Krankheit)
  • letzte weiße Wäsche waschen à kein Leichentuch bis zum Ende der Raunächte für Odin
  • Räume räuchern (Beifuß, Fichtenharz, Lavendel, Holunder, Mistel)
  • Orakel für das kommende Jahr als Ganzes
  • sich fragen, was sich bereits Neues ankündigt in diesem Jahr
  • sich fragen, was man in der letzten Zeit gelernt hat

24. Dezember – Mutternacht: Rückschau

Heute könnte man sich fragen:

  • was besonders schön in diesem Jahr war
  • wofür man dankbar ist
  • was man gelernt hat
  • wer einen besonders begleitet hat
  • was sich in dem Jahr verändert hat
  • was man ins neue Jahr mitnehmen möchte und was zurücklassen

 (Ritual des Loslassens über das Wasser)

Um 24 Uhr ist der eigentliche Beginn der Rauhnächte.

 25. Dezember: Wurzeln, Basis (Januar)

Neben dem Bett liegt das Rauhnächte-Buch, in dem von nun an alles aufgeschrieben wird, was einem auffällt. Vor allem sollte man auf die Träume achten. Fragen, die man hat, kann man in die Träume mitnehmen. Vielleicht bekommt man eine Antwort. Jede Begegnung am Tag, jede Gefühlsänderung, jede Merkwürdigkeit, jedes Problem und das Wetter sollten aufgeschrieben werden. Sämtliche irdischen und nicht-irdischen Besucher sollten bewusst wahrgenommen und friedvoll behandelt werden.

  • ab heute evtl. täglich Orakelkarte ziehen
  • 13 ausschließlich positiv formulierte Wünsche für das neue Jahr auf Zettel schreiben und binden
  • ersten verbrennen

Familienfesttag zur Stärkung der eigenen Wurzeln

An diesem Tag könnte man

  • sich besonders mit seiner Familie beschäftigen und seinem Fundament
  • seine Wurzeln und Herkunft würdigen und ehren
  • sich fragen, ob es etwas gibt, das der Heilung bedarf
  • sich überlegen, was man braucht, damit Heilung geschehen kann
  • ein Licht anzünden für alle, die man liebt

26. Dezember: Höheres Selbst, Innere Führung (Februar)

  • zweiten Wunschzettel verbrennen

An diesem Tag könnte man

  • meditieren, sich mit Astrologie beschäftigen, Phantasiereisen unternehmen
  • sich fragen, welche höheren Mächte einen unterstützen
  • überlegen, welches Symbol man mit in das kommende Jahr nehmen möchte
  • überlegen, welches Tier, welcher Baum, welcher Stein einem Kraft gibt
  • sich fragen, was noch erlöst werden muss
  • sich überlegen, mit welchen Menschen man Kontakt haben möchte
  • Schutzmechanismen aufstellen

27. Dezember: Herzöffnung (März)

  • dritten Wunschzettel verbrennen

An diesem Tag könnte man

  • überlegen, wer in diesem Jahr für einen da war
  • sich fragen, für wen man da gewesen ist, wem man seine Liebe und Freundschaft geschenkt hat
  • darüber nachdenken, wer einem Energie geraubt hat
  • sich überlegen, was einem tiefe Freude und Erfüllung schenkt
  • Chakren-Aktivierung für das Öffnen des Herzens
  • Herzenswünsche visualisieren

28. Dezember – Tag der Kinder: Auflösung (April)

Heute können all die Dinge, die in den vergangenen Rauhnächten nicht so gut gelaufen sind, wieder aufgelöst werden. Dafür schreibt man alles Ungute auf und anschließend wird es ins Positive umformuliert. (Erinnerungen in weißes oder violettes Licht tauchen)

  • vierten Wunschzettel verbrennen

29. Dezember: Freundschaft, Selbstliebe (Mai)

  • fünften Wunschzettel verbrennen

An diesem Tag könnte man

  • Freundschaften betrachten und ehren
  • sich überlegen, was man braucht, um Zerwürfnisse, Streit etc. friedvoll zu bereinigen
  • Freunden verdeutlichen, was sie einem bedeuten
  • eigene Leistungen in diesem Jahr besonders würdigen
  • sich Gedanken darüber machen, ob es etwas gibt, was man sich selbst in diesem Jahr nicht vergeben hat und dies liebevoll akzeptieren
  • versuchen, sich selbst ein paar Minuten lang sehr positive Gefühle entgegenzubringen

 30. Dezember: Bereinigung (Juni)

Es geht um den Übergang vom Alten in das Neue, darum, was man zurücklässt und was man mitnehmen möchte.

  • sechsten Wunschzettel verbrennen

An diesem Tag könnte man

  • räuchern
  • alles entsorgen, was einem nicht mehr dient
  • alles aufschreiben, was Sie nicht mit in das neue Jahr nehmen möchten und es loslassen
  • wenn möglich, segnen/heilen (lassen) (Reiki)

31. Dezember: Vorbereitung auf das Neue (Juli)

  • siebten Wunschzettel verbrennen

An diesem Tag könnte man

  • ein Bad nehmen um alles Alte abzuwaschen
  • sich mit Menschen umgeben
  • darüber nachdenken, welche Vorsätze man im letzten Jahr erfüllen konnte und welche nicht
  • neue Vorsätze fassen
  • räuchern
  • Nahrung mit der Natur (den Naturwesen) teilen (z.B. Teller an die Wurzeln eines Obstbaumes stellen)
  • rote Unterwäsche anziehen (glückliche Liebesstunden)

1. Januar: Geburt (August)

  • achten Wunschzettel verbrennen

An diesem Tag könnte man

  • sich mit FreundInnen treffen
  • Glückssymbole verschenken
  • anderen Menschen Glück und Segenswünsche mit auf den Weg geben
  • das neue Jahr segnen (Blumen an Bäume stellen oder ins Wasser geben)
  • das Glück einladen (Hufeisen)
  • sich bewusst für Veränderung entscheiden

2. Januar: Gold, Segen (September)

  • neunten Wunschzettel verbrennen

An diesem Tag könnte man

  • sich auf die eigene Mitte besinnen, die einem Kraft und Frieden gibt (Chakrenöffnungen)
  • einen ersten kleinen Schritt zur Umsetzung der Vorsätze unternehmen
  • eine Meditation machen
  • ein Licht für das neue Jahr entzünden
  • das neue Jahr segnen
  • alles tun (und essen), was die Mitte stärkt

3. Januar: Visionen (Oktober)

  • zehnten Wunschzettel verbrennen

An diesem Tag könnte man

  • sich bewusst machen, welche Visionen man eigentlich für sein Leben hat
  • überlegen, wofür man seine Lebensenergie verwendet
  • darüber nachdenken, womit man die meiste Zeit verbringt und verbringen will
  • sich Gedanken darüber machen, was man tun kann, um seine Visionen einen Schritt näher zu kommen
  • sich Gedanken darüber machen, welche Situationen sich verbessern sollen

4. Januar: Loslassen (November)

  • elften Wunschzettel verbrennen

An diesem Tag könnte man

  • sich fragen, was man auf die Erde bringen will
  • nachdenken über sein Lebensziel
  • nachdenken darüber, was seinem Leben Sinn verleiht
  • nachdenken darüber, was für einen wirklich wichtig ist
  • aufschreiben, was am Ende des eigenen Lebens über einen gesagt werden soll
  • sich überlegen, was nun vorbei ist
  • sich bewusst machen, wovon man sich noch befreien möchte

 5. Januar – Hohen-Frauen-Tag: Bereinigung (Dezember)

Auch heute kann man wieder Dinge bereinigen, die in den vergangen Rauhnächten nicht so gut gelaufen sind.

  • zwölften Wunschzettel verbrennen
  • „Nacht der Wunder“, für die es allerlei Bräuche gibt um Schutz und Segen für das kommende Jahr zu erhalten
  • räuchern, weihen und aufladen
  • Gefahren: „Zieht nach Osten, geht ins Licht, der Heiland kann euch geben, was euch fehlt!“ + Glückspfennig für die Reise geben

6. Januar – Dreikönigstag: Segen, Abschluss

Um 24 Uhr in der Nacht auf den 6. Januar gehen die Rauhnächte zu Ende. An diesem Tag schließen sich die feinstofflichen Tore der Anderswelt.

  • dreizehnten Wunschzettel öffnen und lesen à Dies ist der Wunsch, bei dessen Erfüllung das Universum nicht helfen wird. Für seine Erfüllung muss man allein aufkommen.

An diesem Tag könnte man

  • eine Kerze anzünden und die Notizen aus den letzten Tagen noch einmal in Ruhe durchlesen
  • darüber nachdenken, ob es Themen gibt, die einen besonders beschäftigt haben
  • sich überlegen, ob man in den vergangenen Tagen etwas gelernt hat und ob einem das im neuen Jahr weiterhelfen wird
  • sich die schönen Momente der letzten Tage vergegenwärtigen
  • sich überlegen, was einem wirklich gutgetan hat und ob man davon nicht mehr bekommen könnte
  • überlegen, ob es ein Wort gibt, das diese Zeit beschreibt