Ich liebe den Oktober. Mein Lieblingsmonat. Ich mag das Wetter – das Neblige und wie man sich freut, wenn die Sonne durch das bunte Blätterdach bricht. Eingeläutet wurde der Monat mit einem Treffen mit meiner Nadine. Viel zu lange haben wir uns schon nicht mehr gesehen und ich hatte mich sehr auf sie gefreut. 🙂

10bEs gibt viel zu feiern im Oktober. Angefangen bei meinem Geburtstag, der in diesem Jahr von wunderbaren Menschen begleitet wurde. Ich kann mich sehr glücklich schätzen, Freunde an meiner Seite zu haben, denen es tatsächlich eine Freude bereitet, mich zum Lächeln zu bringen ohne jegliche Erwartung einer Gegenleistung. Das ist wunderschön und ich wünschte, jeder hätte solche Menschen in seinem Leben.

Dann muss natürlich noch Minahs Einzug vor einem Jahr gefeiert werden. Ich kann mir ein Leben ohne sie gar nicht mehr vorstellen. Jeden Tag strahlt sie unheimlich viel Lebensfreude aus, freut sich über so viele Dinge und ist sehr liebevoll zu Roan und mir. Minah sagt eindeutig „ja“ zum Leben. Täglich aufs Neue. Egal, mit welchen Ängsten sie sich zuvor konfrontiert sah. Daran sollten wir uns ein Beispiel nehmen.

8bZudem birgt der Oktober noch die Herbstferien. So konnte ich meine geliebte Christina in Niedersachsen für ein paar Tage besuchen und es war so schön und lustig wie immer. Ich vermisse sie schon wieder! Auch Minah freut sich immer sehr über ihre Freundin Iva – mit niemandem sonst spielt sie so ausgelassen. Bei meinen Eltern war ich auch und konnte mal wieder das Dorfleben ausgiebig genießen und mit den Hunden ans Meer fahren und in meinen Lieblingswald gehen, wobei wir den süßen Barny wieder mitnahmen, der überglücklich war.

14708095_1210859745656084_4914336689892662293_nZufällig ebenfalls im Oktober besuchte ich ein RO-Seminar bei Dani, die mittlerweile ein Garant dafür ist, dass ich einen schönen Tag haben werde. Es wurde die neue Prüfungsordnung vorgestellt. Bollerchen ist ja schon ein alter Hase im Hundesport, aber für Minah war es das erste Seminar. Obwohl sie es dort ziemlich merkwürdig bis gruselig fand, arbeitete sie ganz toll mit mir. Damit ist es amtlich – nächstes Jahr werde ich mal ausprobieren, ob sie Lust und Spaß hat, Turniere zu laufen. 🙂 Roan hat die neuen Schilder auch ganz toll erarbeitet und hatte wieder viel Freude. Dani brachte mich sehr zum Nachdenken, ob ich nicht doch noch 2017 weiter mit ihm in Klasse 3 starten sollte. Er ist so unheimlich motiviert. Hm… mal gucken, wie es ihm in der nächsten Saison alterstechnisch geht.

1b-2Gestern fuhren wir dann auch noch zum letzten Turnier in diesem Jahr nach Schulzendorf. Es war perfekt organisiert, so dass niemand zu lange im kalten Wind stehen musste. In zwei Klassen konnte ich bei Richterin Astrid schreiben, was wieder viel Spaß gemacht hat, trotz tauber Finger aufgrund der Kälte. 😉 Roan war enorm bollerig drauf. Schon vor dem Lauf bellte er jeden an und hatte Hummeln im Mors. Ist halt echt nix für ihn im Auto auf mich zu warten, selbst wenn Herrchen dabei ist. So dachte ich mir schon, dass er im Parcours wieder anfangen würde zu bellen und so war es dann leider auch. Immerhin brachte er sich dadurch nicht aus dem Arbeiten raus und bellte auch nicht dreimal hintereinander. 😀 Zudem haben wir ein kleines Problem mit der Grundstellung, weil es dafür nie ein Handzeichen gab, er aber jetzt scheinbar eines braucht wegen seiner Schwerhörigkeit. Wir konnten aber noch ein tolles V bekommen und Platz 3 von 10. Während der Siegerehrung brachte Mister Übermotivation mir dann auch noch die in der Nähe liegenden Stöcker und wollte sie gegen Leckerlis eintauschen. Oh man…

Das größte Ereignis liegt aber noch vor uns… Roans Geburtstag. Mein süßer, witziger, kluger, bester Freund wird am Montag 12 Jahre alt. Er bedeutet mir so unheimlich viel und hat mein Leben in so vielen Bereichen gelenkt. Er hat an so vielen Dingen Spaß, die auch ich liebe und erdet mich so häufig, wenn ich zu kopflastig bin. Ich verreise mit niemandem so gerne wie mit ihm, denn an seiner Seite ist es ein Leichtes den Moment zu genießen und nicht an gestern oder morgen zu denken.

1b-3Und genau dieses „im Moment leben“ fällt uns Menschen so schwer und ich glaube das ist einer von vielen Gründen, warum wir unsere Hunde so sehr brauchen. Es ist nun schon über einen Monat her, dass mich das Glück gepackt hat und zu meinem Erstaunen auch nicht loslassen möchte. Schwallartig überflutet es mich ungefähr zweimal die Woche, raubt mir meine Konzentration und auch weiterhin meinen Schlaf, trägt mich aber gleichzeitig über die anderen Tage und lässt mich fast kontinuierlich lächeln. Und anstatt jeden einzelnen Tag davon zu genießen, erwische ich mich immer mal wieder dabei, wie in mir die Angst empor steigt, dass dieses Glück enden könnte. So typisch menschlich dumm. Dabei weiß ich, dass es irgendwann so weit sein wird und ich nichts dagegen tun kann. Alles verändert sich und ich wäre eine Närrin, wenn ich versuchen würde, irgendetwas in meinem Leben festhalten zu wollen. Nichts bleibt genauso wie es ist – alles ist im Fluss. Manches fühlt sich im Laufe der Zeit besser an, manches schlechter und manches löst gar kein Gefühl mehr aus.

Aber wer will auch schon immer glücklich sein? Wo kämen wir denn da hin? 😉 Wären wir fortwährend glücklich… Wie sehr würden wir dann das Glück noch schätzen? Glück wäre nicht Glück, wenn es nicht etwas Besonderes wäre.

Zufriedenheit – das ist vielleicht etwas, das man zumindest erlernen kann den Großteil seines Tages zu empfinden. Dankbar sein für die kleinen kostbaren Dinge, die einem widerfahren und erhaben über die Probleme sein, die einem begegnen. Denn genau wie das Glück, ziehen auch sie wieder vorüber.

5bAber noch bin ich glücklich. Und ich werde versuchen es zu genießen, so lange es noch anhält. Jeden Tag. Auch wenn meine Schüler mich wieder fragen, warum ich denn so grinsen würde. 🙂

Und wenn das Glück wieder gehen möchte, dann werde ich nicht versuchen es aufzuhalten. Wenn es an der Zeit ist, wird es sich sicher wieder bei mir einfinden.

Jetzt gehe ich aber erst einmal in die Küche und backe Roan einen kleinen Geburtstagskuchen für morgen – damit das Glück auch zu ihm findet. 😉