Bald ist der April wieder rum und ich hab noch nicht einen Beitrag in diesem Monat verfasst. Es wird Zeit. So richtig war mir aber auch nicht danach. Ich hab viel über mich und meine Freundschaften nachgedacht und über mein Unbehagen, wenn ich um Hilfe bitte und was das wiederum bei meinen Freunden auslöst und wie sie mich deshalb behandeln. Nein, ich bekomme nicht immer alles alleine hin und ja, ich freue mich sehr, wenn ich ehrlich danach gefragt werde, wie es mir geht. Dieses „Ich muss dir erst gar nicht meine Schulter leihen, denn du kommst ja eh immer alleine klar“ verfolgt mich seit über zehn Jahren. Durch ein sehr gutes Gespräch mit einer mir bis vor Kurzem noch Unbekannten, wird mir allmählich klar, weshalb das so ist. Nun muss ich daran arbeiten. 🙂

Außerdem nervt mich das Stadtleben immer mehr inklusive der nur selten umsichtigen Berliner Hundehalter. Roan wurde attackiert (nichts passiert) und das hätte man definitiv vermeiden können, zumal die Halterin weiß, dass ihr Hund ein Aggro-Problem hat. Ich hab mal wieder dringend einige Atemzüge Landluft nötig.

10392063_1015694285172632_1929348252148456717_nWas gibts Neues?

Ich hab das Schnecken-Terrarium frisch hergerichtet und einige Schnecken wieder in der Schule untergebracht. Untersuchen können wir sie leider noch nicht, weil sie noch recht klein sind, aber füttern und auf die Hand nehmen geht ja trotzdem.

Außerdem hat mir Kristin – die mich vor sechs Monaten schon auf Minah aufmerksam machte – zwei Gespenstschrecken geschenkt, die nun meine Stabschrecken ergänzen. Sie heißen HUU und BOO und ich hoffe, dass sie mich mit Nachwuchs überraschen werden. Katze Pauline findet sie mega spannend und sitzt regelmäßig vor oder auf dem Terrarium.

2bKurz vor Ostern bekamen wir sehr schlechte Nachrichten bzgl. Ulis Job und das katapultierte die Laune erst einmal in den Keller. Aber wir wollten uns die Feiertage nicht vermiesen lassen und so beschlossen wir am 27.03. in der Uckermark zu wandern. Wir wählten den 18 km langen Stiernseerundweg und waren sehr begeistert. Es gab viele Wege, auf denen wir die Hunde ableinen konnten, weil sie extrem gut einsehbar waren. Die Hunde waren glücklich und Minah zeigte viel mehr Ausdauer, als wir vermutet hätten. Ihre mangelnde körperliche Koordination und Ausdauer, als sie zu uns kam, merkt man ihr gar nicht mehr an. Ein schönes Plätzchen für den Sommer haben wir uns auch schon vorgemerkt.

Am 30.03. besuchten wir unsere Tierärztin Eva, weil ich mir nicht sicher war, ob Roan ab und zu humpelt oder nicht. Außerdem hatte er eine eklige Wunde am Maul. Eva löste in seinem Rücken ein paar Blockaden, aber stellte nichts schwerwiegendes fest. Roan tat mal wieder, als müsste er sterben, nur um Minuten später laut bellend weitere Leckerli einzufordern…

Minah läuft im Agi brav über die Wand und seit Kurzem auch durch einen normalen Tunnel, was mich riesig gefreut hat, da wir daran eine ganze Weile gearbeitet haben. Mit Uli hat sie einen sehr großen Schritt gemacht: Sie springt jetzt auch auf die Couch, wenn er da ist und lässt sich manchmal sogar streicheln. Tagsüber springt sie jetzt auch immer aufs Bett – nachts muss sie jedoch im Körbchen schlafen.

Diese Woche hab ich angefangen mit ihr den Dummy anzuklickern. Vielleicht wird das ja mal irgendwann was. Wenn nicht, dann ist das auch nicht schlimm, aber ich wills mal ausprobieren. Roan ist ja auch nicht allein auf die Idee gekommen zu apportieren.

 

12967440_764147680388692_4280008256309147744_o Am 03.04. fand im HSV Lübbenau das für uns erste RO-Turnier in diesem Jahr statt. Leider wurde Uli krank und er konnte mich nicht begleiten, so dass auch Minah nicht mit war. Aber Marianne aus unserem Verein war auch da und so taten wir uns zusammen und hatten einen sehr netten Tag. Die Lübbenauer sind eh immer gastfreundlich und gut gelaunt, so dass ich mich jedes Mal freue, dort hinzufahren. Erstmalig war die Klasse 3 auch verhältnismäßig voll mit 11 gemeldeten Teilnehmern, von denen dann aber einer ausfiel. Also waren wir zu zehnt. Der Parcours war schön rund zu laufen – gestellt von Astrid Heilig. Ein bisschen haderte ich mit dem Sprung, aber ansonsten sah alles recht machbar aus. Kurz vor dem Start war ich noch hochnervös und nach dem Startschild hab ich wie immer nix von meiner Umgebung mitbekommen. Ich seh dann wirklich nur noch Roan und die Schilder. Es lief super gut. Als er dann gleich beim ersten Versuch über die Hürde sprang, freute ich mich so sehr, dass er etwas schief vorsaß, was uns einen Punkt kostete. Insgesamt gingen wir dann mit 99 Punkten raus. Auch Marianne hatte einen ganz tollen Lauf und ergatterte ebenfalls 99 Punkte. Als Dritte mit der gleichen Punktzahl ging die liebe Dani hervor. Da keine Ergebnislisten aushingen, wussten wir drei zwar, dass wir platziert waren, aber nicht in welcher Reihenfolge – Astrid hatte extra die Zeit nicht angesagt – diese Schelmin. 😉 Bei der Siegerehrung wurde es dann verkündet: Dani bekam den dritten Platz, Marianne den zweiten und der Flitzebeagle den ersten. Zwei Happy Teams auf den beiden ersten Plätzen – das war cool! Als Preis bekamen wir unheimlich schöne Schleifen und wir suchten uns einen kleinen Plüschigel aus, den wir dann zu Hause der Minah schenkten.

20 Tage später, am 23.04. fand dann das Turnier in Rodleben statt. Diesmal war Dani die Richterin und sie rächte sich! 😉 Als ich den Parcours auf dem Plan sah, bekam ich einen Schreck – beim Ablaufen war er dann aber doch nicht sooooo schlimm. Aber ein bisschen schlimm schon. 😀 Außer zwei einzelnen Schildern gab es nur MSÜ. Die MSÜ waren total toll, weil kreativ – aber halt in dieser Kombination meist noch nie von uns eingeübt. Wir waren nur zu zweit in der Gruppe und meine Mitstreiterin war eine total Liebe, die ebenfalls ein wenig von den vielen MSÜ erschlagen war. Also liefen wir den Parcours zusammen ab. Irgendwie waren die zehn Minuten dann schneller rum als sonst. Ich holte dann Roan, der – wie Uli und ich schon am Morgen feststellten – etwas bolleriger war als sonst. Ja und so liefen wir dann los – gleich das erste Schild hatten wir verkackt. Der Herr setzte sich, statt ein Steh zu zeigen. Später blieb er dann wieder sitzen, als er ein Steh machen sollte. Eigentlich alles keine Sachen, die uns schonmal Probleme bereitet haben. Als Krönung musste er dann auch noch nach der Hürde bellen. Wie lange haben wir daran gearbeitet, dass er nicht mehr im Parcours bellt – monatelang konnte er es sich verkneifen und dann bellt er doch wieder los. Dieser Bollerbeagle… Am Ende war ich froh, trotzdem irgendwie da durchgekommen zu sein und 88 Punkte sind ja auch gar nicht mal so schlecht. 🙂

Dani fand seeeeeehr nette Worte für uns und hatte an dem Tag sowieso total gute Laune, mit der sie jeden ansteckte.

Unsere Mitstreiterin hatte leider keinen ganz so erfolgreichen Lauf und so landeten wir auf dem ersten Platz. (Video muss auf Vollbild gestellt werden – sonst ists zu klein)

 

Der HSV Rodleben in Sachsen Anhalt ist wirklich zu empfehlen. Die Leute dort sind total herzlich und zuvorkommend und man fühlt sich gleich aufgenommen. Nächstes Jahr würde ich gerne wiederkommen. Gestern machte mich dann ein Mitglied vom Verein auf einen Zeitungsartikel aufmerksam, in dem Roan und ich erwähnt sind. Jetzt weiß ich auch, warum uns der fremde Mann fragte, wo wir herkommen. 😀

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Zwei weitere Happy Teams gingen an dem Tag an den Start – beide in der dicht besetzten Klasse 1. Gesine und Ulf waren sehr erfolgreich und landeten auf Platz vier und drei. Juchu!

12932968_1029319413810119_7283793003112134246_nAm 09.04. hatte Minah ihren obligatorischen Geburtstag – also den, der in ihrem Impfpass steht. Es gab einen leckeren Kuchen für die Hunde und meine erste vegane Torte für uns Menschen. Nun ist die kleine Maus schon sechs Monate bei uns. Es ist ein Segen, dass sie neben ihrer Angst auch immer eine ganz große Portion Neugier hat. Sie mag es auch weiterhin absolut nicht von Fremden angefasst zu werden – einen eventuellen Unbefangenheitstest bei der BH werden wir wohl knicken können. 😉 Aber sie ist so vielem gegenüber jetzt neutraler geworden. Ihre Geräuschempfindlichkeit hat nachgelassen und neue, vermeintlich bedrohliche Situationen, meistert sie immer souveräner. Ich hab sie verdammt lieb gewonnen.

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