Der dunkle Februar liegt nun hinter uns und ich empfange den März mit offenen Armen. Schon über einen Monat habe ich hier nichts mehr geschrieben – die letzten Wochen waren in vielerlei Hinsicht aufwühlend – wie scheinbar jedes Jahr im Februar. Ohne es bewusst zu wollen habe ich mich mit vielen Fragen beschäftigt, die mein Leben betreffen – will ich das, was ich tue eigentlich? Bewirke ich gute Dinge in der Welt mit dem, was ich so mache? Vor allem betraf das die Auseinandersetzung mit meinem Beruf. 8bLehrer sein. Was lehre ich eigentlich? Ich lehre nicht, wie ein junger Mensch sich und die Welt bestmöglichst formen kann. Ich lehre nicht, wie er ein selbstbewusster Erwachsener werden kann und sich zuversichtlich den Herausforderungen des Lebens stellt und dabei herausfinden kann, welche seiner Potentiale er wie am besten einsetzt. Ich muss Noten geben. Ich muss bewerten, ohne dass ich die Bewertung von Menschen als mein Recht ansehe. Ich muss dafür sorgen, dass alle in eine Form passen. Und wer nicht passt, wird nach der sechsten Klasse aussortiert. 4bAll das kann ich noch so menschenfreundlich gestalten – die Angst vor Bewertungen und leider sogar der anerzogene ausgeprägte Wunsch danach, lässt sich in unserem Bildungssystem kaum umgehen. Wenn ich einem Kind sage, dass es gut so ist, wie es ist stoße ich oft auf Unverständnis. Menschen definieren sich immer mehr über ihre Leistungen. Ich finde das traurig. Mal belastet mich dieser Zustand mehr und mal weniger. Im Februar mehr. Grübeln ist nichts Schlechtes, wenn es zu einer Schlussfolgerung führt. Es kann sehr anregend sein und es zeigt auf, dass etwas im Argen liegt und der Veränderung bedarf. Ob es sich nun um innere oder äußere Veränderungen handelt, wird sich die nächsten Monate zeigen. Ich habe eine Idee, wie ich für mich den Sinn meines Berufes aufwerten kann – es wird sich zeigen, ob dieser realisierbar ist.

3Der Februar wechselte seine Farbe vom Grauen ins Schwarze, als eine wunderbare Hündin verstarb. Zehn Jahre lang waren Roan und ich mit Yuna und ihrem Frauchen befreundet. Ihr Tod kam nicht überraschend, aber mit ihr ist etwas Wundervolles gegangen. Sie war dabei, als ich die Tierkommunikation erlernte und wir machten so manchen schönen Ausflug zusammen um die Natur zu genießen und zu knipsen. Nun ist sie gegangen und hat ein verlorenes Frauchen hinterlassen. Ich fühle mich hilflos – wie kann man helfen, wenn ein Partner plötzlich geht? Loslassen ist nicht unbedingt eine menschliche Stärke. Aber nun ist es März und ich hoffe, dass die kommenden Sonnenstrahlen auch das Herz meiner Freundin erwärmen.

Etwas Wunderbares ist schon passiert: Uli hat einen neuen Arbeitgeber gefunden und diese veränderte Situation tut uns beiden sehr gut. Vielleicht war das ja nur der Anfang von noch mehr Wunderbarem? 😉

9bZu den eigentlichen Hauptdarstellern dieser Seite – Roan und Minah – gibt es eigentlich recht wenig zu erzählen. Beide sind gesund und munter, Roan manchmal etwas bollerig und Minah ab und an etwas spätpubertär, aber im Grunde absolut lieb. Wir drei sind jetzt Fans von Sparky geworden – einer viermonatigen Langhaardackel-Hündin aus der Nachbarschaft. Und Sparky mag uns auch sehr – sie schreit immer, wenn wir uns wieder voneinander verabschieden. Ihr Frauchen wird noch viel Spaß an der Erziehung der kleinen Maus haben. 😀

Minah stand vor einigen Tagen vor. Es war gegen halb sechs Uhr morgens und ich war noch im Halbschlaf, als ich mich plötzlich wunderte, was sie da treibt. Eine Amsel war sehr nah bei uns und auch noch nicht so ganz wach. Minah blieb in der typischen Vorsteher-Pose stehen und rührte sich nicht. Das war toll mit anzusehen. Sie blieb noch ansprechbar und kam dann auch gleich wieder dicht zu mir, als ich sie rief. Ich würde ja zu gerne mal einen Gentest machen lassen. 😀 Mittlerweile hat sie auch schon die A-Wand kennengelernt und einen kleinen Tunnel.

12804609_1000597813348946_1365673237963954482_nVon Inchens Perlenmanufaktur hab ich einen tollen Anhänger geschenkt bekommen mit Roans Fell drin. Jetzt ist ein Teil von ihm immer bei mir – egal wohin ich gehe. 🙂 Wer mal auf Inas Seite schauen mag: http://inchens.de

Ansonsten gehts meinem Boller-Freund sehr gut. Da ich ihn jetzt ausnahmslos auf getreidefreie Ernährung umgestellt hab (wegen der Lipome) muss ich mir für die kommende RO-Saison überlegen, was ich ihm auf den Turnieren statt seiner geliebten Laugenbrezeln geben kann. 😀