Nachdem die letzte Schulwoche nochmal richtig anstrengend wurde, freute ich mich umso mehr auf die Woche Ferien. Ich entwickelte schon langsam eine Schlafproblematik. Häufig, kurz bevor ich einschlief, fiel mir immer wieder etwas ein, was ich noch für die Zeugnisse und Förderprognosen machen musste und schwupps war ich hellwach. So genoss ich vor allem die ersten Tage in dieser Woche das lange Ausschlafen und ab und zu einen Mittagsschlaf.

Nächste Woche Mittwoch werde ich wohl meine Klassenlehrerfunktion wieder abgeben (müssen). Es war sehr stressig – da es so kurzfristig war – hat aber auch oft Spaß gemacht. Als Klassenlehrerin ist man viel freier in der Gestaltung des Schultages und kann neben dem normalen Unterricht vieles tun, was einem Spaß macht. So haben wir ein Neujahrsbacken veranstaltet und viele meiner Schülerinnen und Schüler haben die Erfahrung gemacht, dass auch vegane Kekse sehr lecker sein können. Wir haben einen Kuchenverkauf organisiert und das eingenommene Geld werden wir in den nächsten zwei Wochen dem Berliner Tierschutz spenden. Und ich konnte einige der Kinder überzeugen in meine AG Schülerzeitung zu kommen und sich an der ersten Ausgabe zu beteiligen. Zusammen haben wir beschlossen die Einnahmen aus dem Verkauf des ersten Exemplares einem bestimmten Flüchtlingswohnheim zu spenden. Die AG bleibt mir noch, meine Klasse nicht. Aber ich unterrichte sie ja weiter. 🙂

12645131_980032555405472_2478846500978023807_nLeider war das Wetter diese Woche nicht so prickelnd. Ich hatte darauf gehofft, dass es noch einmal richtig  schneien würde, aber scheinbar ist das Kapitel „Schneefreuden“ abgeschlossen. Schade. 🙁 Meistens regnete es diese Woche, aber immerhin zwei Tage waren schon recht sonnig und wurden von zwitschernden Vögeln begleitet. Bei diesem Matschewetter hatte ich Lust mal wieder etwas Kreatives zu machen und bastelte aus einem hässlichen Buchblock und Tapetenteilen ein Buch, in dem ich Ausflugsziele für die Uckermark aufnehme, die ich nochmal besuchen möchte.

Außerdem hab ich dann immer etwas, was ich mir anschauen kann, wenn ich mal wieder Sehnsucht bekomme. 🙂 Ich würde furchtbar gerne schon jetzt meinen Sommerurlaub planen und mir ein passendes Ferienhaus suchen, aber da ich nicht weiß, wie wir finanziell im Sommer dastehen werden, kann ich das leider noch nicht machen. Völlig untypisch möchte ich dieses Jahr auch mal nicht in die Uckermark (Skandal!!), sondern in den Harz. Ich möchte gerne den Brocken besteigen, solange Roan das noch kann. Er ist jetzt 11 und man merkt ihm das überhaupt nicht an, aber ich weiß ja, dass das manchmal alles schneller gehen kann, als einem lieb ist.

12631368_982952341780160_4068162687259641427_nDiese Woche musste das Bollerchen geimpft werden und wie jetzt jedes Jahr, nahm Eva ihm auch Blut ab um es durchchecken zu lassen. Gleich am nächsten Tag schrieb sie mir, dass alles in Ordnung ist, was mich total gefreut hat. 🙂 Außerdem machten wir diese Woche nach langer Zeit mal wieder Agi und Roan stürmte wie ein Zweijähriger über die Hürden. Den Slalom machen wir beide jetzt nicht mehr, weil er sich seine Lipome nicht anhauen soll. Es hat total viel Spaß gemacht, auch wenn ich selbst alles andere als gut geführt hab ( Ich schiebs jetzt einfach mal auf den matschigen Boden 😉 ). Minah durfte auch den Agi-Platz kennenlernen und wurde von unserer Trainerin Dunja mit extra für sie mitgebrachten Würstchen verwöhnt. Sie war unheimlich gut ansprechbar, aber natürlich mega aufgeregt und hibbelig. Immerhin konnte ich sie durch drei Ausleger am Stück führen. Agi könnte ihr mal sehr viel Spaß machen. Als wir auf das Abräumen des Parcours im Haus warteten, flirtete Roan ausgiebig mit Schäferhündin Gaia. Und Minah traute sich immerhin an Bernds Finger zu schnuppern, obwohl ihre Angst vor Männern weiterhin sehr prägnant ist.

Am Dienstag haben wir auch wieder das RO-Training aufgenommen. Allzu viele meiner Leute kamen noch nicht, aber wir waren ein nettes Trüppchen und haben bei allen mal drauf geschaut, was über die Weihnachts-/Winterpause vergessen wurde. Es war interessant zu beobachten, dass sowohl die Vierbeiner, als auch die Zweibeiner ihre alten Fehler plötzlich wieder zeigten. Aber bis zum ersten Turnier haben wir ja noch viele Wochen Zeit zum Üben.

12654286_982496215159106_3447668956770963957_nMinah hat diese Woche ihre festen Mahlzeiten in der Box bekommen, damit sie sich daran gewöhnt. Wenn ich nicht daneben stehe, ist die Box auch kein Problem. Einmal ging Roan rein (der kleine Assistenzhund) und sofort danach legte auch sie sich rein. Wenn ich dann aber auf die Box zugehe, geht sie schnell wieder raus. Typisch Minah – die Kombination von Enge und Menschen ängstigt sie eigentlich am meisten. Aber sie vertraut mir sehr und ich bin zuversichtlich, dass wir auch das bis zum kommenden Turnier hinbekommen werden.

Vorletzte Woche, als ich nicht zu Hause war, ist sie urplötzlich in Ulis sehr enges Arbeitszimmer gegangen und hat an ihm geschnuppert. Ich hätte nie gedacht, dass sie da einfach so freiwillig hineingeht und dann auch noch, wenn Uli drin ist. Doch die beiden machen immer mehr Fortschritte. Heute hat er ihr gesagt, dass sie auf etwas springen soll und sie dann mit Leckerchen belohnt und sie tat es ohne zu zögern. 12Eine neue Vorliebe hat sie auch: Auf meinen Schoß klettern und dort geknuddelt werden. Auch das war ihr bis vor Kurzem noch viel zu eng und unsicher – jetzt findet sie es toll. Es wird… 🙂

Heute waren wir dann ENDLICH wieder in der Uckermark. Meinen Vorsatz – mindestens einmal monatlich hinzufahren halte ich also noch ein. 😉 Da ich keine Lust hatte meine Kamera zu schleppen, habe ich heute meine ältere kleine Lumix mitgenommen. Naja… immerhin besser als die Handyfotos, aber so wirklich befriedigend finde ich die auch nicht. Ich hätte gerne etwas kleines kompaktes, das gute Bilder macht, damit sich mein Rücken auch mal von meiner großen Spiegelreflex erholen kann. Also falls da jemand einen Tipp hat…

5Unser Ziel war zum wiederholten Male der Wildpark Schorfheide, vor allem um mal zu schauen, wie Minah so auf verschiedene andere Tierarten reagiert. Ich finde es toll dort und benutze sehr gerne die allseits verfluchte Flexileine. Die Hunde sind gesichert, haben einen größeren Bewegungsradius und ich sau mir nicht die Hände ein. Uli hat meist die Sternenfee geführt und ich den Bollerkopp. Die Tiere dort haben ungewöhnlich viel Platz und ich finde es völlig okay, mal nicht alle Individuen aus engster Distanz zu sehen, wenn ich dafür weiß, dass jedes Tier die Möglichkeit erhält sich zurückzuziehen. Ich finde das um einiges artgerechter als die Haltung vieler Tiere in Zoo oder Tierpark – vom Platzbedarf mal ganz zu schweigen. Zu meiner kleinen Enttäuschung konnten wir heute keine Wölfe sehen – die haben wohl ein längeres Nickerchen gehalten. 7Aber dafür kamen viele andere Tiere zu uns an den Zaun gelaufen, um die Hunde zu begutachten. Unsere Vierbeiner sind da echt von Vorteil. Minah zeigte sich interessiert, aber zurückhaltend. Roan war wieder hin und weg von den Ziegen und sühlte sich bei ihnen ausgiebig. Anschließend rastete er total aus und rannte wie ein Verrückter im Kreis. Ziegengeruch scheint eine berauschende Wirkung zu haben. Die Schweine fand Minah ein wenig gruselig, vor allem wenn sie laut grunzten. Den Luchs empfanden beide erst als etwas besorgniserregend, aber nach ein paar Minuten musste ich Roan davon abhalten zu nah ranzugehen. 8Der Dummbatz… Die Englischen Parkrinder haben mich wieder verzückt – ich finde die total süß.

Nach unserem Rundgang fuhren wir dann noch in einen Wald und gingen spazieren. Es war herrlich, wie die Sonne immer wieder durch die Bäume unsere Gesichter erreichte. Ursprünglich hatten wir vor die „Silkebuche“ zu finden. Aber wir landeten dann irgendwie bei „Wiemers Eichen“. Auch nett… Ich glaube, ich muss mir mal ein GPS-Gerät zulegen. Falls auch da jemand einen Tipp hat… 😀

 

 

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