Die letzten Tage des Jahres sind angebrochen und hatten es bisher noch einmal in sich. Sehr spontan wurde ich von heute auf morgen aufgrund einer langanhaltenden Erkrankung einer Kollegin Klassenlehrerin und Geschichtslehrerin. Das als solches würde schon einen gewissen Stresspegel hervorrufen, doch da es sich um eine sechste Klasse handelt, musste und muss ich mich nun auch um die Zeugnisse und Förderprognosen für die weiterführenden Schulen kümmern. 12390901_955367047872023_516362409844746533_nDaher musste ich in den letzten Wochen weit über acht Stunden am Tag arbeiten und natürlich auch am Wochenende. Zum Glück mag ich die Klasse wirklich sehr und meine Lieblingskollegin half mir, mich durch die ganze Bürokratie durchzuwurschteln. 🙂 Und um ab und zu auch mal abzuschalten, hab ich zwei wunderbare Hunde an meiner Seite.

Seit heute habe ich „frei“ und kann alles etwas langsamer angehen lassen. Ich hoffe, dass ich in den Weihnachtstagen meine Arbeit so weit erledigen kann, dass ich mir nichts in meinen Urlaub mitnehmen muss. Der Januar wird nochmal hart werden, aber ab den Winterferien kehrt sicher wieder Normalität im Berufsleben ein. Am Sonntag fahre ich für eine Woche in die Uckermark. Der erste Urlaub mit Minah. Ich dachte, die Hunde und ich würden Silvester alleine in der Ferienwohnung sitzen, aber nun hat uns die liebe Kathrin zu sich und ihrer Familie nach Hause eingeladen und ich freu mich sehr. 🙂

2015 war ein komisches Jahr. Gute und schlechte Tage hielten sich die Waage, wobei die unschönen Tage meist gar nicht von mir ausgingen, aber mein Leben beeinflussten. Ulis Arbeitslosigkeit legte sich über alles wie ein großer böser Schatten. Wenn uns etwas Schönes wiederfuhr, hielt das gute Gefühl nicht lange an, weil die Konsequenzen, die aus einer länger anhaltenden Arbeitslosigkeit entstehen, ständig spürbar sind. Einer meiner größten Wünsche für 2016 ist es daher, dass er einen Job findet, der ihn wieder zu einem zufriedenen Menschen macht.

12339098_950991378309590_8319075436267874908_oZudem spielte der Tod eine große Rolle in den letzten Monaten. Der Hund einer meiner besten Freundinnen war sehr krank und es sah eine Weile so aus, als würde sie sterben. Ich durfte ihr Reiki geben und konnte durch die Tierkommunikation einiges erfahren. Zum Glück erholte sie sich wieder und ist momentan stabil. Die Hunde zweier weiterer Bekannten sind jedoch verstorben. Ich habe mehrfach mit beiden Hunden gesprochen und diese Gespräche haben mir sehr viel Kraft abverlangt. Es ist sehr schwierig für mich, hier in Kürze zu erklären, wie all das funktioniert und warum es so anstrengend ist. Vielleicht kann man das Ausmaß erahnen, wenn man sich vorstellt, dass man nicht nur die Ängste und Befürchtungen der Tiere 1:1 nachempfindet, sondern gleichzeitig auch durch die Tiere die Ängste und Befürchtungen der Menschen. Das heißt ich erlebe diese Gefühle genau wie die Tiere und ihre Menschen und muss mich immer wieder daran erinnern, dass das nicht meine eigenen Gefühle sind. So etwas trägt man dann noch viele Tage mit sich herum. Der zweite Reiki-Grad, den ich dieses Jahr erlangen durfte, macht all das leichter und natürlich das Wissen, dass ich den Besitzerinnen damit helfen konnte. Auch andere, wunderbare Hunde sind dieses Jahr gegangen. Das macht manchmal sehr nachdenklich.

Aber neben diesen Schattenseiten gab es auch sehr viel Licht. Die schönsten Tage verbrachte ich auch in diesem Jahr in der Uckermark. Viele Straßen und Ecken sind mir schon so vertraut, dass ich jedes Mal das Gefühl habe, nach Hause zu kommen.

12377959_951022488306479_1960556103297212052_oIch machte den SGSV Sachkundenachweis und den Übungsleiterschein für Rally Obedience. Mit Roan startete ich erstmalig in der Klasse 2 und dann in der Klasse 3. Er macht das so wunderbar und ich bin mega stolz darauf, diesen großartigen Freund durch den Parcours zu führen. Insgesamt waren wir bei neun Turnieren. Auch zur Landesmeisterschaft trauten wir uns und wurden mit einem dritten Platz überrascht. Zwei Seminare bei Dani Böttcher besuchten wir auch, die erwartungsgemäß sehr zielführend und spaßig waren. Außerdem war ich noch bei einem lehrreichen Wochenend-Seminar von Gerd Leder, bei dem es um das Jagdverhalten einzelner Rassen ging. Dienstags habe ich meine tolle Truppe im Rally Obedience trainiert. Jedes Team ist ein Unikat und es ist großartig zu sehen, wie gut sie sich in diesem Jahr entwickelt haben. Ich kann viel von den verschiedenen Hunden lernen und ich hoffe, die Hundeführerinnen auch ein wenig von mir. 😉

Donnerstag ist eigentlich unser Agi-Tag, aber den konnten Roan und ich leider nicht so häufig wahrnehmen, wie ich es gern gehabt hätte. Hoffentlich klappt das 2016 besser. Dafür haben wir mehrfach mit Herrchen getrailt, was Roan sehr liebt. In meinem Verein Happy Teams e.V. fühle ich mich so wohl wie noch nie zuvor in einem Verein. Es ist super entspannt, geht sehr ehrlich zu und wenn es mal Konflikte gibt, dann werden die auch geklärt und nicht ewig rumgetragen. Ich mag meine verrückten Vereinsmitglieder nicht mehr missen.

12322375_951022288306499_903898232701138343_oIm Mai haben Uli und ich Renfield besucht. Einige Befürchtungen hatte ich schon – genauso wie Silke – aber es war einfach nur schön. Es war, als würden sich alte Freunde besuchen. Nächstes Jahr wird das wiederholt! 🙂 Besucht haben wir auch noch zwei Würfe. Zum einen den ersten Aussie-Wurf von Jule Höhne, der sehr hübsche und total unterschiedlich gezeichnete Zwerge hervorbrachte. Und dann noch den ersten Wurf von Sophia Heiduk. Sie züchtet Griffon fauve de Bretagne und eine der Kleinen hatte es mir sehr angetan. 😉

Aber auch in der zwischenmenschlichen Welt hat sich Neues aufgetan. Ich bin drei Menschen in diesem Jahr nahe gekommen und bin gespannt ob sich die seichten Bande unserer Freundschaften 2016 weiter knüpfen. Es würde mich sehr freuen, da alle drei mein Leben sehr bereichern.

12369126_955428091199252_8455450927204377078_nDas Beste kommt wie häufig zum Schluss: Ich möchte das Jahr 2015 gerne als das Jahr in Erinnerung behalten, in dem Minah bei uns einzog. Unzählige Hunde hatte ich mir real oder auf Bildern angesehen und nur selten passierte etwas in mir. Dann machte mich Kristin Piper auf Minah aufmerksam – woher kannte sie nur meinen Geschmack… 😉 Christin Marx ließ uns sie kennenlernen und brachte sie dann schließlich am 24.10. zu uns. Sie passt hervorragend hier her und jeder Tag mit ihr macht Spaß. Von Woche zu Woche wird sie in angstauslösenden Situationen entspannter und es ist beeindruckend wie gut sie trotz ihrer Vergangenheit mit mir kommunizieren kann. Es wird noch etwas dauern, bis sie vollständig bei sich und uns angekommen ist, aber ich freue mich auf diesen Weg mit ihr.

Dies ist nun also mein letzter Eintrag in diesem Jahr. Ich wünsche meinen Blog-Lesern wunderbare Feiertage und einen tollen Start in das Jahr 2016! Passt gut auf eure Lieben auf und bleibt gesund! 🙂