Ja, es geht mir wirklich gut – was mich manchmal selbst überrascht. Ich denke oft an Renfield, aber nicht mehr mit ganz so viel Wehmut. 10269363_638306522911412_8827414385605501888_nIch vermisse ihn – am meisten den Moment am Morgen, wenn er mir seine Vorderpfoten um den Hals legt und seine Stirn an meine drückt. Aber wenn ich daran denke, dann falle ich nicht mehr in ein Loch. Das verdanke ich vor allem den lieben Menschen, die für mich da sind und nicht müde werden, mit mir darüber zu reden, wenn es gerade wieder nötig scheint. Renfield hat es weiterhin gut bei Silke – beide haben ein ZOS-Seminar besucht und sie scheint ihn sehr lieb zu haben. Allerdings gab es auch dort nun einen kleinen Vorfall mit einem anderen Hund, der mir wieder zeigt, dass er besser als Einzelhund gehalten wird. Auf Stress reagiert er nunmal manchmal extrem überzogen und dieser Stress-Auslöser ist nicht immer sofort erkennbar. Silke hat sich sehr erschrocken, aber ich hoffe, dass sie das gut verdaut und diese Situation einfach nicht mehr zustande kommen lässt. Ich bin sehr zuversichtlich, dass sie lernt, damit umzugehen. 🙂

Am ersten Mai wurde er drei Jahre alt und wir schickten ihm ein Geburtstagpäckchen mit leckeren Sachen und einem Spielzeug, das wohl auch sehr gut ankam. 🙂 Am gleichen Tag durfte ich Bildschirmfoto 2014-05-05 um 08.44.59erstmalig Prüfungsleiterin bei der BH bei ‚Juuhu‘ sein. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht – ich bin bürokratischen Dingen ja nicht unbedingt abgeneigt. 😉 Ich konnte interessante Einblicke in die Bewertung der netten Richterin Susanne Tauer bekommen und genoss die Gespräche mit ihr sehr. Zu meiner Freude konnten alle Teilnehmer bestehen und das „Bürokratische“ klappte auch einwandfrei. Danke an Jugend und Hund e.V. für das Vertrauen!  (Foto von jugendundhund.de)

10307173_639690389439692_7563451018963158040_nRoan gehts bestens – körperlich sieht man ihm gar nix mehr an – außer man sucht bewusst nach Stellen im Fell, die etwas kürzer sind. Allerdings macht sich so gaaaanz allmählich das Alter bemerkbar: Er bekommt kleine Warzen an einigen Stellen und wenn Herrchen nach Hause kommt und er gerade schläft, wird er nicht jedes Mal davon wach, so wie sonst. Aber das sind nur Kleinigkeiten. Leider hat er sich diese Woche auch ein kleines Stück eines Zahnes abgebrochen, aber da muss erstmal nix gemacht werden. Ansonsten ist er fröhlich wie immer. Gestern hat er mir fast zwei Stunden beim Aufräumen der Wohnung geholfen, inde1557563_637975996277798_4716293021401096516_nm er mir immer irgendwelche Sachen gebracht hat – danach war er total platt. Wenn wir spazieren gehen, nehmen wir jetzt immer unseren kleinen Dummy mit, den er eigentlich beagle-untypisch sehr rasant apportiert. Clicker-Training sei Dank. Die Zeit, die ich sonst in Vereinen verbracht habe, nutzen wir gerade um mit Herrchen Dinge zu unternehmen. Ich bin dann immer sehr stolz auf Roan, dass man ihn wirklich überall mit hinnehmen kann. Mein braver Spatz. 🙂

10308291_637975899611141_5033502368483307900_nEine Woche lang konnten wir nicht mit Monty fahren, weil sein Auspuff durchgerostet war und fast abfiel und ein Reifen war so stark angegriffen, dass er hätte platzen können. Aber als alles wieder repariert war, trafen wir uns mit Lisa und ihrem Oskar. Das wollten wir schon seit Langem machen – aber ich hatte erst jetzt wirklich Zeit dafür. Es war ein netter Spaziergang. Oskar ist ein witziger Hund, aber hat mit 10271533_637975966277801_4799411585298052343_nseiner Art zu spielen manchmal Roan etwas verwirrt. 😀 Doch nach einiger Zeit, hat dann auch Roan ihn zum Rennen aufgefordert und die beiden spielten total süß miteinander. Mit Lisa zu reden hat auch Spaß gemacht – sie hat ähnliche Ansichten, was Hundehaltung und Hundesport betrifft und nimmt kein Blatt vor den Mund. Das mag ich. 🙂

Roan und ich lassen momentan sehr viel los – alte Ziele, alte Bekanntschaften und alte Verpflichtungen. Kurz: Alles, von dem ich merke, dass es uns nicht glücklich machen kann. Teilweise ist es sehr radikal und einige Menschen sind damit nicht immer einverstanden, doch ich merke, wie ausgeglichen ich seither bin. Ich lebe nur einmal dieses Leben und das möchte ich so gut wie es geht genießen. Ich habe das Gefühl, dass alles auf Null gedreht wurde und die Neuorientierung, die ich anfangs grausam fand als Renfield weg war, scheint auf einmal neue Chancen zu bieten. Zwei zwischenmenschliche Beziehungen sind seither zu etwas ziemlich Großem gereift und ich bin sehr dankbar dafür. Außerdem nehme ich meine gesamte Umwelt viel mehr wahr, weil ich nicht nur auf Hundesport-Termine fokussiert bin. Mein Ehrgeiz in Sachen Hundesport-Veranstaltungen ist eh gerade auf dem Nullpunkt. Ich denke, dass hat sehr viel mit der langen langen Suche nach dem richtigen Verein für mich zu tun. Aber vielleicht passe ich in gar keinen Verein – vielleicht bin ich kein Vereinsmensch oder die Vorstellungen, die ich von einem Verein 10320537_641408109267920_4260696010356907956_nhabe, sind vollkommen irrational. Wie dem auch sei – ich mache mir da selbst keinen Stress mehr. Es kommt eh alles so, wie es kommen soll. Nächste Woche gebe ich das letzte Mal Training in der Basisgruppe meines jetzigen Vereines. Demnächst besuche ich den letzten Verein, den ich ausprobiere, weil dort mehrere Menschen aktiv sind, die ich sehr gerne hab. Vielleicht passt es, vielleicht merke ich aber auch, dass ich generell kein Vereinsleben mehr mag. Im Moment ändert sich so vieles… Roan ist mit und ohne Verein glücklich – zum Arbeiten brauchen wir keinen. Ich hätte gerne eine feste Stammgruppe, mit der ich mit viel Spaß trainieren kann und in der ich mich integriert und wohl fühle. Aber ich kann auch ohne leben. 🙂

Gleich gucken wir das Dortmund-Bayern-Finale. Herrchen ist ein großer Dortmund-Fan und wir springen heute auch auf den Zug. 🙂