… und im Gegensatz zu ihm, hab ich mich noch nicht daran gewöhnt. Heute ist wieder so ein Tag gewesen, an dem ich einfach zu viel Zeit zum Grübeln hatte. Ich sollte mir auch nicht allzu viele Bilder und Videos bei Facebook von Springern angucken. Das tut mir nicht gut und zieht mich total runter und weil ich das weiß, beschäftige ich mich meistens so gut es geht mit anderen Dingen.

2Zum Beispiel bin ich mit Nadine zu einem Reiterhof gefahren, den sie in ihrer Kindheit besuchte. Wir trafen ihre alte Freundin Mara – ein ganz liebes weißes Pony – und gingen mit ihr spazieren. Ich hab zwar eine leichte Pferdephobie, aber bei Ponys hält sich das sehr in Grenzen. Wir brachten sie auf eine kleine Weide und ließen sie grasen. Fernab von den eher unschön gehaltenen Schulpferden hatten wir ein wenig Spaß mit ihr und Roan war total aufgeregt aufgrund der vielen leckeren Gerüche, in denen man sich so toll wälzen kann. Lediglich die unangeleinten Hunde, die sich auf dem Gelände ru1mtrieben, machten mich dann doch noch etwas nervös – die Bilder vom verletzten Roan schwirren noch immer in meinem Kopf und ich bringe es momentan nur selten zustande bei Hundebegegnunen entspannt zu bleiben.

Einen Tag später traf ich mich dann hundelos mit Nadja. Ursprünglich wollten wir shoppen, aber wir verquatschten uns dann stundenlang in einem Café, was uns wohl beiden ganz gut tat. Nadja hat mir vor Jahren die Tierkommunikation beigebracht und sie ist bisher die einzige, mit der ich absolut unbedarft darüber reden kann und der ich nichts dazu erklären brauche. Ich genieße das sehr. Zwar kann ich auch mit meinen engsten Freunden darüber sprechen, aber es ist etwas anderes sich mit jemandem auszutauschen, dem man nichts erklären muss. Sonst ist es immer so ähnlich, als würde man einem Farbenblinden versuchen zu erklären, was grün ist. Gerade jetzt bei der ganzen Sache mit Roan und Renfield haben die Gespräche mit Nadja noch eine etwas andere Qualität, da ich ihr noch viel mehr Informationen geben kann, wie genau alles abgelaufen ist.

1bWir trennten uns also ohne eingekauft zu haben, aber das holte ich dann am nächsten Tag mit Uli nach. Unter anderem kauften wir mir neue Schuhe und eine Picknickdecke, denn wir fuhren am Wochenende in die Uckermark und wanderten dort den Stübnitzrundweg von 11 km. Also theoretisch sind es 11 km. Es sind etwas mehr wenn man sich aufgrund plötzlich endender Wegweiser verläuft. 😉 2Es war irgendwie total witzig und wir blödelten ständig rum. Wieder einmal war ich begeistert von der Uckermärkischen Freundlichkeit, der Natur und der Ruhe. Wir legten eine Picknickpause ein und ich schlug mir den Bauch voll mit leckerem selbst gemachtem Essen und Roan mit seinem Osternest. 😉 Es war total schön und ich kann es kaum erwarten wieder in diese Gegend zu fahren. Allmählich gelingt es mir auch, Uli die Uckermark schmackhaft zu machen. 😀

5Roan war am Ende der Wanderung total platt. Als wir das Auto erreichten fiel er sofort in den Tiefschlaf und machte den Eindruck vom Auto in die Wohnung getragen werden zu wollen. Ja so ist das, wenn man seine Kräfte nicht einteilt… 😉 Dafür schwinden seine Speckröllchen so langsam wieder und er nähert sich seiner alten Form. Am Ostermontag wollten wir eigentlich erst eine kleine Runde mit Jule und Pika drehen und dann nochmal einen größeren Ausflug machen. Aber Uli ging es nicht so gut und daher blieb es bei einem kleinen 4Spaziergang mit der süßen Aussie-Maus und dann legten wir einen Couch-Potato-Tag ein.

Mal sehen, was diese Woche noch so bringt. Momentan bin ich sehr dankbar für den Zuspruch den ich von so vielen Menschen erhalte und mit dem ich nie gerechnet hätte. Auch noch einen Monat danach bekomme ich Nachrichten von Hundeleuten, mit denen ich oft gar nicht soooo viel zu tun hatte und die mir gut zureden und meine 3Entscheidung befürworten. Ich bin sehr froh darüber und es tröstet mich über diejenigen hinweg, die nicht an meiner Seite sind, obwohl ich damit gerechnet hatte. Ich vermisse viele Menschen aus der Hundeszene auch sehr, die ich meistens auf den Turnieren getroffen habe und ich hoffe, dass ich es nächstes Jahr übers Herz bringe und wieder starten werde. Roan steht so abartig gerne im Mittelpunkt – er ist bestimmt schon bockig, weil er sein „Arooooh“ auf der A-Wand nicht präsentieren kann. 😉